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Berichtssaison in finalen Zügen

Die Berichtssaison hierzulande befindet sich in den letzten Zügen, aber einige Unternehmen stellten zuletzt dennoch ihre Halbjahresergebnisse vor. Und während NFON den Ausblick anhebt, bekam HHLA die schwache Konjunkturentwicklung zu spüren.

IBU-tec  bestätigt Ausblick; (A–):

Vor allem eine schwächere Nachfrage aus der Chemiebranche hat dem Technologieunternehmen im 1. Halbjahr zugesetzt. Auf Konzernebene setzten die Erlöse auf 25,3 (29,6) Mio. € zurück. Während der Bereich Engineering ein Umsatzplus von 23 % verbuchen konnte, fiel das Segment Spezialchemie um 58 % zurück. Das Ebitda landete bei 2,86 (3,74) Mio. € und das Nettoergebnis bei 373 (491) T€. Das Management erwartet jedoch eine deutliche Erholung in der 2. Jahreshälfte und hat daher die Ziele für 2023 bestätigt. Konkret werden Erlöse zwischen 62,0 und 64,0 (53,9) Mio. € sowie ein Ebitda von 6,5 bis 6,8 (6,7) Mio. € erwartet. Auch die Mittelfristziele bis 2025, mit einem Umsatz zwischen 102 und 130 Mio. € sowie einer Ebitda-Marge von 20 (10) % wurden nochmals bekräftigt.

Allane  Ziele stehen; (B+):

In den ersten 6 Monaten setzte die ehemalige Sixt Leasing 377,8 (371,2)
Mio. € um. Auch das Ebit fuhr auf 11,6 (8,5) Mio. € vor, während der Konzernüberschuss mit 4,4 (4,7) Mio. € beinahe auf der Stelle trat. Für 2023 stellt der Vorstand weiterhin operative Erlöse (ohne Verkäufe) von 350 bis 400 (385) Mio. € sowie ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ebt) im niedrigen zweistelligen Mio.-€-Bereich (12,8 Mio. €) in Aussicht.

AdCapital  besser; (B):

Dank eingeleiteter Optimierungs- und Wachstumsprozesse konnte die Industrieholding die positive Entwicklung des 1. Quartals auf Halbjahressicht fortsetzen. Die Gesamtleistung legte in den vergangenen 6 Monaten um 5 % auf 83,54 Mio. € zu. Beim Ebit schaffte das Unternehmen mit 1,86 Mio. € den Turnaround. Im Vorjahreszeitraum verbuchte AdCapital hier noch einen Verlust von –0,31 Mio. €. Für das Gesamtjahr stellt das Management Erlöse von 162,6 bis 172,3 Mio. € in Aussicht, was einem Plus von 5 bis 11 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Beim Ebit wird mit 3,2 bis 4,2 Mio. € der Turnaround anvisiert, nach –8,4 Mio. € in 2022.

HHLA  schwächelt; (B):

Die schwache Konjunkturentwicklung in Deutschland sowie ein Rückgang der Nachfrage in China haben dem Hafenbetreiber das 1. Halbjahr verhagelt. In den ersten 6 Monaten gingen die Erlöse auf Konzernebene auf 727,1 (779,5) Mio. € zurück. Beim Ebit standen 50,4 (101,3) Mio. € in den Büchern und nach Stuern 18,2 Mio. €. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen hier noch 58,9 Mio. €.

Nabaltec  rückläufiges Halbjahr; (B):

Die schwache Industriedynamik hat beim Spezialchemiekonzern von Januar bis Juni zu einem Umsatzrückgang auf 106,1 (110,7) Mio. € geführt. Auch das Ebit fiel auf 8,5 (15,7) Mio. € deutlich zurück. Unterm Strich stand ein Gewinn von 5,5 (10,3) Mio. € in den Büchern. Für das laufende Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Rückgang der Erlöse um 4 bis
6 % (2022: 218,8 Mio. €). Die Ebit-Marge soll zwischen 6 und 8 (13,1) % landen.

paragon  spürt erste Fortschritte; (B):

In den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte der Fahrzeugzulieferer die Erlöse auf 86,6 (80,7) Mio. € steigern. Das Ebitda fuhr von 6,4 Mio. auf 8,1 Mio. € vor und beim Konzernergebnis schaffte das Unternehmen mit 1,38 Mio. € den Turnaround. Im Vorjahr musste paragon hier noch einen Verlust von –2,73 Mio. € hinnehmen. In der 1. Jahreshälfte hat die Gesellschaft u.a. ihren GEschäftsbereich Digital Assistenz an die Cariad SE, dem Software-Unternehmen von VW veräußert. Dadurch konnte die Verschuldung weiter abgebaut werden. Für 2023 wird weiterhin ein Umsatz von 170,0 (160,3) Mio. € sowie ein Ebitda zwischen 20,0 und 25,0 (11,6) Mio. € anvisiert.

InVision  dämmt Verlust ein; (B+):

Im 1. Halbjahr setzte der Cloud-Spezialist mit 7,8 Mio. € 9 % mehr um. Der Ebit-Verlust konnte auf –1,02 (–1,52) Mio. € reduziert werden. Auch unterm Strich konnte das Minus von –194 Mio. auf –1,36 Mio. € verringert werden.

NFON  hebt Ausblick an; (B+):

Dank einer erfolgreichen Neukundenakquise steigerte der Spezialist für Kommunikationslösungen seine wiederkerhenden Umsätze von Januar bis Juni um 5,1 % auf 28,4 Mio. €. Beim bereinigten Ebitda schaffte das Unternehmen mit 3,4 (–1,5) Mio. € sogar den Sprung in die Gewinnzone. Der Nettoverlust konnte auf –1,26 (–7,07) Mio. € eingedämmt werden. Angesichts der positiven Entwicklung hat das Management die Ebitda-Prognose für das Gesamtjahr angehoben und stellt nun 6,0 bis 7,0 (zuvor: 4,0/Vj.: 1,0) Mio. € in Aussicht.