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Bayer erreicht Urteilsaufhebung

In den USA kann der Pharma- und Agrarkonzern einen juristischen Erfolg im Zusammenhang mit Altlasten der milliardenschweren Monsanto-Übernahme verbuchen. In Washington hat ein Berufungsgericht ein Urteil aus dem Jahr 2021 über 185 Mio. $ Schadenersatz wegen chenischer Verunreinigungen mit polychlorierten Biphenylen (PCB) in einer Schule aufgehoben. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass die Vorinstanz die Gesetze des Bundesstaates Missouri, in dem Monsanto seinen Hauptsitz hat, nicht korrekt angewandt habe. So konnten die Klagen noch Jahrzehnte nach der Einstellung der Produktion von PCB im Jahre 1977 eingereicht werden.

Bayer selbst hatte argumentiert, das Gesetz schränke die Haftung ein, wenn eine Kontamination außerhalb der Lebensdauer des Produktes (in der Regel 12 Jahre) auftrete. Durch die Entscheidung wurde der Fall nun wieder an die Vorinstanz zurückverwiesen. Bayer will nun seine jurisitschen Optionen und die Auswirkungen auf ähnliche Fälle prüfen. Insgesamt sieht sich der Konzern mit etwa 200 ähnlichen Klagen der Schule konfrontiert. Die Kläger haben die Substanzen unter anderem für Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. In einigen Fällen haben die Geschworenen den Klägern mehr als 1,7 Mrd. $ Schadenersatz zugesprochen.

Die Aufhebung des Urteils ist für Bayer ein großer Erfolg und ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch werden die Probleme in Verbindung mit der Monsanto-Übernahme den Konzern noch weiterhin beschäftigen. Mutige Anleger steigen hier jedoch bereits wieder zu; (A–).