GEA Hauptversammlung

Pünktlich zur Hauptversammlung hat der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern GEA Group erste Eckdaten zum ersten Quartal 2015 bekannt gegeben. Operativ läuft es weiter rund, der Auftragseingang verbesserte sich im Vorjahresvergleich um gut 8,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Der rein organische Zuwachs lag bei 3 Prozent. Während in den Zielbranchen Öl und Gas wie auch Marine Rückgänge zu verzeichnen waren konnte im Nahrungsmittel- und Getränkegeschäft weiteres Wachstum realisiert werden.

Beim Umsatz machten sich auch die jüngsten Währungskursentwicklungen mit dem gestiegenen US-Dollar bemerkbar. Diese bescherten im Wesentlichen den Umsatzanstieg um über 5 Prozent auf rund 1 Mrd. Euro. Positiv wertete Konzernchef Oleas auch das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (die sog. Book to Bill Ratio) die im ersten Quartal 2015 bei gut 1,1 liegt.

Aus Investorensicht erfreuliches konnte der GEA-Chef auch zur Umsetzung und den Effekten des laufenden Programms "Fit for 2020" berichten. Die Umsetzung befindet sich auf gutem Weg. Die im Ergebnis angestrebte neue Konzernstruktur mit weniger Hierarchiestufen und verringerter Komplexität soll bis Ende 2016 eingeführt sein. Das jährliche Einsparpotential ab dem Geschäftsjahr 2017 bezifferte er auf mindestens 125 Mio. EUR. Dieser Wert liegt über den bisherigen Erwartungen von rund 100 Mio. Euro pro Jahr. Grund für das höhere Einsparvolumen, wie auch die zu erwartenden Sonderaufwendungen auf dem Weg dorthin wird ein größerer Umfang beim Stellenabbau sein. Entgegen den ursprünglichen Planungen sollen 1.450 statt bisher vorgesehener 1.000 Stellen wegfallen.

Für das laufende Jahr rechnet GEA mit einem moderaten organischen Umsatzwachstum sowie einem operativen EBITDA in einer Bandbreite zwischen 580 und 620 Mio. Euro. Darin sind die Effekte aus der Konzernreorganisation noch nicht enthalten. Eine konkretisierte Prognose will man mit den Zahlen zum ersten Quartal am 11. Mai 2015 vorlegen. Zusätzliches Wachstumspotential könnte sich natürlich auch noch aus Akquisitionen ergeben.

Diese Fragestellung wurde auch im Rahmen der Generaldebatte der Hauptversammlung zwischen Management und Anteilseignern diskutiert. Wie ES hier den Ausführungen des GEA-Chefs entnehmen konnte, gibt es zwar eine Reihe interessanter Targets, des Öfteren scheitert aber ein Zukauf schlicht an dem anhaltend niedrigen Zinsumfeld. Den abgebenden Gesellschaftern fehlen schlichtweg attraktive Ersatzinvestmentmöglichkeiten und entscheiden sich dann gegen einen Verkauf.

OSRAM Licht AG

Die im MDAX notierte OSRAM Licht AG hat gestern Abend nach Börsenschluss die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 vorgelegt. So verbesserten sich die Umsatzerlöse voraussichtlich um 9,5 Prozent auf 1,399 Mrd. Euro. Haupttreiber für die gute Entwicklung waren vor allem
positive Währungseffekte. Ohne den Rückenwind von der Devisenseite wäre ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 1,5 Prozent.

Auch auf der Ergebnisseite wirken sich die aktuellen Währungsrelationen und dabei natürlich gestiegene US-Dollar entsprechend aus. So verbesserte sich das um Sondereffekte bereinigte EBITA auf 151 Mio. Euro. Dies entspricht einer bereinigten EBITA-Marge von 10,8 Prozent. Ausgehend hiervon rechnet der OSRAM Vorstand für das Gesamtjahr 2015 nun mit einer bereinigten EBITA-Marge von über 9,0 Prozent.

Spannend aus Investorensicht erscheint auch der Umstand dass OSRAM als Zulieferer für den US-Konzern Apple tätig ist. Was genau an die Amerikaner geliefert wird ist nicht bekannt und wird auch vom Unternehmen nicht genannt. Im Produktprogramm des Bereiches Mobile Appliances finden sich aber
beispielsweise Leuchtdioden für Blitzlicht oder die Displayhinterleuchtung. Ferner verfügt man überLösungen im Bereich des nicht-sichtbaren Lichts. Hier bietet OSRAM auch Dioden für Touchdisplays, die Helligkeitsanpassung, zur Entsperrung sowie auch Fingerprint-Sensoren an.

TOM TAILOR meldet

Der Mode- und Lifestyleanbieter TOM TAILOR Group hat heute vorläufige Zahlen zum ersten Quartal 2015 vorgelegt. Das in Hamburg ansässige Unternehmen ist am Markt mit den beiden Vertriebslinien TOM TAILOR und BONITA aktiv und betreibt dabei sowohl eigene stationäre Geschäfte als auch entsprechende E-Commerce-Aktivitäten.

So konnte der SDAX-Konzern den Umsatz im Retail um 2,9 Prozent auf 131,3 Mio. Euro steigern.  Der flächenbereinigte Umsatz konnte um 1,8 Prozent zulegen und damit den deutschen Textilmarkt deutlich outperformen, der in den ersten drei Monaten einen Rückgang um 5 Prozent verkraften musste.

Besonders positiv entwickelte sich dabei BONITA, die um 5,8 Prozent zulegen konnte. Damit konnte dort der Trend gedreht und erstmals seit fünf Quartalen wieder Zuwächse auch flächenbereinigt erreicht werden. Diese lagen bei ordentlichen 7,4 Prozent. Offenkundig scheint damit die Integration von BONITA, die anfänglich gewisse Schwierigkeiten bereitete erfolgreich abgeschlossen zu sein.

Die Marke TOM TAILOR konnte insbesondere im März von einer sehr dynamischen Nachfrage im E-Commerce profitieren. Es ist jedoch nicht gelungen, die von der auslaufenden schwachen Wintersaison gekennzeichneten Monate Januar und Februar hierdurch vollständig zu kompensieren. In Summe war daher auf Markenebene ein Umsatzminus von 0,5 Prozent zu verzeichnen, auf vergleichbarer Fläche entspricht dies einem Rückgang um 4,6 Prozent.

Ausweislich der vorläufigen Zahlen hat sich die Rohertragsmarge im Konzern auf 65,6 (69,3) Prozent verringert. Weitere Daten insbesondere zum Ergebnis wird das Unternehmen am 12. Mai 2015 mit dem vollständigen Quartalsbericht vorlegen. 

Täglicher Börsenbericht

DAX weiter auf dem Rückzug

Griechenland belastet

Der deutsche Leitindex bleibt weiter im Rückwärtsgang. Der mögliche Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone sorgt erneut für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern. Zudem werden heute die Inflationsdaten aus dem Euro-Raum erwartet. 

Bei VW gibt es noch keine Lösung im Streit zwischen dem Aufsichtsratschef Ferdinand Piech und dem Firmenlenker Martin Winterkorn. Im Laufe des Tages soll eine Erklärung zur gestrigen Tagung in Salzburg abgegeben werden.

Osram profitiert von guten Q2-Zahlen. Der Leuchtmittelhersteller zeigt sich für das Gesamtjahr optimistisch.

Zalando kann den Lauf vom Vortag fortsetzen und markiert ein neues Rekordhoch.

Die schweizerische Nestle verbuchte für das 1. Halbjahr einen Umsatz von 20,9 Mrd. sfr. Analysten hatten hier allerdings mit mehr gerechnet. 

Der Quartalsbericht von Syngenta enttäuschte die Anleger. Der starke US-Dollar drückte den Umsatz im Q1 um 14 % auf 4,02 Mrd. $. 

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Dt. Bank fällt durch Stresstest

Wie befürchtet ist die Dt. Bank in der zweiten Runde des US-Stresstests durchgefallen. Das größte deutsche Geldinstitut, das mit einer amerikanischen Tochter erstmals teilnahm, scheiterte an der Prüfung zum Risikomanagement und Berichtswesen. Dieses Ergebnis dürfte für die Dt. Bank zwar keine harten Konsequenzen haben, allerdings wird der Spielraum für eine Dividendenabführung an die europäische Muttergesellschaft und für Aktienrückkäufe eingeschränkt. Zudem dürfte die Dt. Bank ihren Nimbus als größtes und erfolgreichstes deutsches Kreditinstitut nun endgültig verloren haben. Manipulationen, Tricksereien und Falschaussagen haben die   Bank ohnehin in Verruf gebracht. Nun wird ihr auch noch schlampige Arbeit im operativen Geschäft testiert. Zwar kann das Institut seine Geschäfte weiter betreiben, aber für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die Dt. Bank schon lange kein geeignetes Aushängeschild mehr.

Effecten-Spiegel zahlt 10. Jahr in Folge Dividende

Die Effecten-Spiegel AG schließt das anspruchsvolle und schwankungsbreite Börsenjahr 2014 erneut mit einem positiven Ergebnis ab. Der Jahresüberschuss beträgt 2,402 Mio. €, der Bilanzgewinn kommt auf 2,870 Mio. €. Zum Erstellungsstichtag der Bilanz ergaben sich aus stillen Lasten und Reserven bei den Finanzanlagen kumuliert stille Reserven in Höhe von 7,043 Mio. €. Die Gewinnrücklage beträgt unverändert 7,608 Mio. €. Das Eigenkapital kommt per Saldo auf 70,952 Mio. €. Damit stellt sich die Eigenkapitalquote auf 96,2 %. 

 

Die Effecten-Spiegel AG konnte mit ihrer erfolgreichen Geschäftspolitik allen finanzpolitischen Krisen der letzten Jahre trotzen und wird zum 10. Mal in Folge eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. Die Verwaltung schlägt der Hauptversammlung am 27. Mai daher die Zahlung einer Dividende auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,75 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Die traditionell hohe Dividendenrendite kommt bei den Stämmen auf 4,42 % und bei den Vorzügen auf 4,60 %.

infas Holding mit 0,10 € Dividende

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der infas Holding AG haben die Aktionäre eine Dividendenausschüttung von 0,06 € zuzüglich eines Bonus von 0,04 € für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen. 

Nachdem die Hauptversammlung im vergangenen August ohne Beschlussfassungen vertagt worden war, wählten die Aktionäre auf der aktuellen Versammlung einen neuen Aufsichtsrat. Gewählt wurden die bereits gerichtlich bestellten Aufsichtsräte Dr. Oliver Krauß und Hans-Joachim Riesenbeck. Da Dr. Hans Bethge seine Kandidatur zurückgezogen hatte, wurde Susanne Heinen als Prokuristin der Effecten-Spiegel AG, die größte Einzelaktionärin der infas Holding AG ist, in den Aufsichtsrat gewählt. Nach einer längeren, angeregten Diskussion wurden die Beschlussfassungen über die Entlastung der in 2013 amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Festlegung der Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder 2013 auf die ordentliche HV im Sommer 2015 erneut vertagt. Alle anderen Beschlussvorlagen winkte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit durch.

Vorstandschef Menno Smid rechnet bei der infas Institut GmbH für 2014 mit einem Umsatz von rd. 20 Mio. € oder leicht mehr. Das Ebt wird über 2,3 Mio. € anvisiert. Bei action press liegt die Umsatzprognose bei rd. 4,6 Mio. €. Außerdem wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

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