BASF berichtet

Der weltweit führende Chemiekonzern BASF mit Sitz in Ludwigshafen hat heute seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgestellt. Die Umsatzerlöse konnten trotz Belastungen aus negativen Währungseinflüssen leicht auf 74,3 (74,0) Mrd. Euro zulegen. In allen Segmenten konnten die Absatzmengen gesteigert werden. Einem Mengenzuwachs um 4 Prozent stehen rückläufige Verkaufspreise von 3 Prozent gegenüber, die vor allem mit den signifikant gesunkenen Öl- und Gaspreisen zusammenhängen.

Beim Ergebnis konnten die Ludwigshafener jedoch erneut zulegen. So wuchs das EBIT vor Sondereinflüssen um 280 Mio. Euro auf 7,4 Mrd. Euro. Dieser Anstieg ist vor allem auf einen höheren Beitrag des Chemiegeschäfts zurückzuführen. Das "normale" EBIT übertraf mit 7,6 Mrd. Euro den Vorjahreswert um 466 Mio. Euro. Unter dem Strich weist der DAX-Konzern einen Jahresüberschuss (nach Anteilen anderer Gesellschafter) von 5,2 (4,8) Mrd. Euro aus. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 5,61 nach 5,22 Euro. Die Aktionäre sollen erneut im Rahmen der bestehenden Dividendenpolitik am Unternehmenserfolg beteiligt werden, der Hauptversammlung wird eine Dividende von 2,80 (2,70) Euro zur Ausschüttung vorgeschlagen.

Für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2015 - zugleich das 150. Geschäftsjahr der früher unter dem Namen Badische Anilin- und Sodafabrik firmierenden Gesellschaft - geht BASF Chef Kurt Bock von einer verhaltenen Entwicklung aus. So erwartet er einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie Sondereffekten von rund 7,4 Mrd. Euro und damit auf Vorjahreshöhe. Letztlich wird es nach seiner Einschätzung von der Entwicklung des Ölpreises abhängen ob auch das Gesamtergebnis gesteigert werden kann. 

Nordex dreht auf

Der Windenergieanlagenhersteller Nordex SE konnte in 2014 weiter zweistellig wachsen. Auf Basis der heute vorgelegten vorläufigen Zahlen kletterten die Umsatzerlöse auf 1,73 (1,43) Mrd. Euro und haben damit das obere Ende der selbst gesteckten Zielvorgaben erreicht. Ebenfalls im Rahmen der selbst gesteckten Erwartungen bewegte sich die EBIT-Marge von 4,5 Prozent. Bei einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 78,0 (44,3) Mio. Euro konnte das Konzernergebnis auf 39,0 nach 10,3 Mio. Euro annähernd verdreifacht werden.

Wesentlicher Wachstumstreiber beim TecDAX-Unternehmen war erneut die gute Geschäftsentwicklung in der Kernregion EMEA (Europa und Afrika). Aus dieser Region stammen mit 84 Prozent weiterhin ein Großteil der Konzernumsatzerlöse. Auf der Ergebnisseite wirkten sich vor allem die deutlich unterdurchschnittlich gestiegenen Strukturkosten aus. Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Ergebnis durch die im Februar 2014 erfolgte Neuaufstellung der Konzernfinanzierung. Diese hat zu deutlich besseren Konditionen und gesteigerter Flexibilität geführt.   

Gut gefüllt ist weiterhin das Auftragsbuch. So kletterte der Auftragseingang um 16,7 Prozent auf 1,75 (1,5) Mrd. Euro und hat damit auch die eigenen Erwartungen leicht übertroffen. Den endgültigen Jahresabschluss sowie die Prognose für das laufende Jahr veröffentlicht Nordex nach der Jahresabschlussprüfung am 23. März 2015 im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz

Dividende bei 0,75 EUR

Die im ostwestfälischen Halle ansässige GERRY WEBER International AG hat heute im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf die Zahlen für das Jahr 2013/2014 vorgelegt. Nach dem Ausscheiden von Unternehmensgründer Gerhard Weber aus dem Vorstand berichtete erstmals sein Sohn und neuer CEO Ralf Weber.

Dieser ist erst vor wenigen Tagen zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt worden und zeigte sich in seiner neuen Rolle sichtlich nervös. Auch ansonsten hakte es bei einigen, der ansonsten üblichen Abläufe einer Bilanzpressekonferenz, die wir heute für Sie besucht haben. Dies erscheint uns um so verwunderlicher, da wohl mit Ausnahme von Prinz Charles kaum ein potentieller Kronprinz derart viel Zeit zur Vorbereitung auf die Nachfolge hatte.

Trotz des für Modeunternehmen schwierigen Umfeldes, das vor allem durch ungünstige Witterungsverhältnisse die Absatzchancen der Ware belastet hat, waren die Umsatzerlöse mit 852,1 (852,0) Mio. Euro nahezu stabil. Die Anzahl der eigenen Retailflächen erhöhte sich im Berichtsjahr auf 778 (701) Stores, die eigene Verkaufsfläche erhöhte sich um weitere 14.400 Quadratmeter auf jetzt gut 138.400 Quadratmeter.

Auf den Retailbereich entfielen Umsätze von 404,9 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung im Jahresvergleich um 11,3 Prozent. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Wholesale-Umsätze, die auf 447,2 (488,3) Mio. Euro zurückgegangen sind. Neben der Umwidmung bisheriger Franchise-Umsätze in den eigenen Retail machten sich hier auch fehlende Nachbestellungen aufgrund der Witterungslage bemerkbar.

Positiv entwickelten sich hingegen die Ergebniskennziffern. Bei einem auf 134,2 (127,5) Mio. Euro verbesserten EBITDA konnte auch das EBIT um 2,9 Prozent auf 108,9 (105,8) Mio. Euro zulegen. Der Jahresüberschuss beträgt 71,4 (71,0) Mio. Euro oder 1,56 (1,55) Euro je Aktie. Die Aktionäre sollen in Form einer unveränderten Dividende in Höhe von 0,75 Euro am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Für das jetzt laufende Geschäftsjahr erwarten die Ostwestfalen einen Konzernumsatz zwischen 970 Mio. Euro und gut 1 Mrd. Euro. Das EBITDA soll sich in einer Bandbreite zwischen 148 und 157 Mio. Euro bewegen und das EBIT zwischen 118 bis 126 Mio. Euro. Bei der Prognose ist zu beachten, dass Hallhuber aufgrund der Übernahme im Dezember 2014 im jetzigen Geschäftsjahr 2014/2015 erst ab dem 01. Februar in die Konsolidierung des Zahlenwerks einbezogen wird und damit nur anteilig mit insgesamt 9 Monaten enthalten sein wird. Die Marke Hallhuber wird weiter eigenständig am Markt präsent sein.

Weiter wachsen will das Unternehmen künftig in Kanada. Dort ist im laufenden Jahr noch die Eröffnung von etwa 7 bis 8 eigenen Houses of Gerry Weber vorgesehen. Mittelfristig ist auch die Ausweitung des Geschäfts in die USA vorgesehen. Dort soll der Markteintritt zunächst an der Ostküste erfolgen, der Start der dortigen Aktivitäten soll zunächst auch noch von Kanada aus und später vorzugsweise aus Boston betreut werden. Russland bleibt trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen ebenfalls ein strategisch wichtiger Expansionsmarkt. Daher ist man dort auch an der Eröffnung weiterer Houses of Gerry Weber interessiert und erwartet, dass sich dies mittel- und langfristig bezahlt machen wird.

Bestandteil der Strategie 2020 ist auch der Wiedereinstieg in den Bereich Herrenmode. Wie Vorstandschef Ralf Weber auf der heutigen Bilanzpressekonferenz auf Nachfrage ausführte, wird man hier aber noch nicht in den kommenden beiden Jahren aktiv werden, da zunächst die Integration von Hallhuber und die Hebung der damit verbundenen Synergien auf der Tagesordnung stehen.

Täglicher Börsenbericht

DAX klettert weiter

Unternehmensbilanzen schieben an

Der deutsche Leitindex DAX bleibt weiter in Rekordlaune. Auch die Aussicht auf weitere Geldspritzen von der Europäischen Zentralbank beflügelt die Börse.

Der Chemiekonzern BASF kann mit seinen Bilanzzahlen bei den Anlegern nicht für gute Laune sorgen. Der Umsatz hat sich in 2014 um 0,5 % auf 74,3 Mrd. € verbessert. Auch für 2015 wird ein leichtes Plus in Aussicht gestellt. Das Ebit erreichte in 2014 7,36 Mrd. € und soll auch in 2015 auf diesem Niveau bleiben. Die Dividende wird um 0,10 € auf 2,80 € angehoben.

Bei Airbus stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 % auf 60,7 Mrd. €, Auch der Gewinn schwoll von 1,5 auf 2,3 Mrd. € an. Die Investoren können sich über eine Dividende von 1,20 (0,75) € je Aktie freuen. Die Aktie setzt zum Steigflug an.

Bei Volkswagen kam der Ausblick an der Börse nicht gut an.

Salzgitter konnte seinen Verlust nach Steuern deutlich auf 31,9 (490) Mio. € zurückfahren. Der Firmenlenker Heinz Jörg Fuhrmann peilt für 2015 auch wieder schwarze Zahlen an. Die Anleger fanden dennoch keinen Gefallen an dem Papier.

Drillisch steht nach der Zahlenvorlage im Fokus der Investoren. Der Mobilfunkanbieter will die Ausschüttung an die Aktionäre um 6,25 % auf 1,70 € je Anteilschein aufpolstern.

Nach vorl. Berechnungen ist bei Nordex der Umsatz in 2014 um 21 % auf 1,73 Mrd. € nach oben geweht. Das Ebit schwoll um 76 % auf 78 Mio. € an. Die Aktie wurde von dem Aufwind allerdings noch nicht erfasst.

Swiss Life-Aktien stehen nach der Dividendenerhöhung auf der Kaufliste.

Gerüchte über die Vorstellung der Apple-Uhr auf der Unternehmenspräsentation am 9. März lassen die Aktien des Konzerns steigen. 

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Redaktionelles

infas Holding mit 0,10 € Dividende

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der infas Holding AG haben die Aktionäre eine Dividendenausschüttung von 0,06 € zuzüglich eines Bonus von 0,04 € für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen. 

Nachdem die Hauptversammlung im vergangenen August ohne Beschlussfassungen vertagt worden war, wählten die Aktionäre auf der aktuellen Versammlung einen neuen Aufsichtsrat. Gewählt wurden die bereits gerichtlich bestellten Aufsichtsräte Dr. Oliver Krauß und Hans-Joachim Riesenbeck. Da Dr. Hans Bethge seine Kandidatur zurückgezogen hatte, wurde Susanne Heinen als Prokuristin der Effecten-Spiegel AG, die größte Einzelaktionärin der infas Holding AG ist, in den Aufsichtsrat gewählt. Nach einer längeren, angeregten Diskussion wurden die Beschlussfassungen über die Entlastung der in 2013 amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Festlegung der Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder 2013 auf die ordentliche HV im Sommer 2015 erneut vertagt. Alle anderen Beschlussvorlagen winkte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit durch.

Vorstandschef Menno Smid rechnet bei der infas Institut GmbH für 2014 mit einem Umsatz von rd. 20 Mio. € oder leicht mehr. Das Ebt wird über 2,3 Mio. € anvisiert. Bei action press liegt die Umsatzprognose bei rd. 4,6 Mio. €. Außerdem wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

Aktuelle Chartanalyse

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