0,60 Euro werden gezahlt

Gute Zahlen für 2014 hat die in Montabaur beheimatete United Internet AG heute in Frankfurt von Journalisten und Analysten präsentiert. So kletterten die Umsatzerlöse um 15,4 Prozent auf 3,06 (2,66) Mrd. Euro. Neben dem weiterhin sehr dynamischen Wachstum bei den Neukunden um organisch 910.000 wirkte sich auch die erstmalige Konsoldierung von Versatel ab dem vierten Quartal 2014 aus. Bei einem um 35,5 Prozent auf 551,5 (406,9) Mio. Euro verbesserten EBITDA hat sich das EBIT um 37,9 Prozent auf 430,6 (312,2) Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis je United Internet Aktie beträgt 1,46 nach zuvor 1,07 Euro.

Satt zulegen konnte im Geschäftsjahr 2014 auch der Free-Cash-Flow, dieser erhöhte sich um fast 83 Prozent auf 386,6 (211,6) Mio. Euro. Freuen dürfen sich auch die Anteilseigner über eine um 50 Prozent auf 0,60 Euro steigende Dividende je Aktie. Diese wird im Nachgang zur Hauptversammlung am 21. Mai 2015 ausgezahlt werden. Auch für das Jahr 2015 zeigte sich Unternehmensgründer und Selfmade-Multi-Milliardär Dommermuth optimistisch. So rechnet er mit einem weiteren Wachstum bei den Kunden für kostenpflichtige Verträge um gut 800.000. Die Umsatzerlöse sollen um gut 20 Prozent steigen und das EBITDA um 40 Prozent verglichen mit dem 2014 Wert von 551,5 Mio. Euro zulegen.

Positiv äußerte sich United Internet auch zur bestehenden Beteiligung am Internetinkubator Rocket Internet, an dem man mit 8,18 Prozent beteiligt ist. Die Zusammenarbeit mit den dort maßgeblich veratwortlichen Samwer-Brüdern besteht bereits seit 2006, vorher bestehende Beteiligungen an Fonds seitens United Internet wurden im Vorfeld des Rocket Internet-IPOs in eine Beteiligung dort umgewandelt.

Nach der Übernahme von Versatel ist United Internet in Deutschland Eigentümer des zweitgrößten Glasfasernetzes in einer Größenordnung von rund 39.000 Kilometern. Über dieses sind 226 deutsche Städte angebunden, darunter 19 der 25 größten Metropolen. Insgesamt hat man im Konzern gut 420.000 DSL-Kunden und ist laut Dommermuth der einzige DSL-Anbieter auf dem deutschen Markt der noch wächst. Bemerkenswert ist dies nach seiner Angabe nicht zuletzt deshalb, weil man weder bei DSL noch im ebenfalls sehr positiven Mobilfunkbereich nicht der billigste Anbieter im Markt ist.

Leifheit putzt sich heraus

Die in Nassau beheimatete Leifheit AG hat heute im Rahmen einer kombinierten Bilanzpresse- und Analystenkonferenz ihre Zahlen im Frankfurter Marriott-Hotel vorgestellt. Der Markenanbieter von Haushaltsartikeln konnte in 2014 insbesondere auf der Ergebnisseite deutlich zulegen und dabei auch von positiven Wechselkurseffekten profitieren.

Im Detail legten die Umsatzerlöse leicht auf 220,7 (219,5) Mio. Euro zu, insbesondere das Markengeschäft konnte mit einem Plus von 4,4 Prozent weiter solide zulegen, während sich das Volumengeschäft mit Handelsmarken durch den Wegfall eines Kunden in Frankreich rückläufig entwickelte. Bei einer auf 47,7 (44,9) Prozent verbesserten Bruttomarge konnte das Ergebnis vor Steuern auf 19,8 (13,3) Mio. Euro zulegen, das Konzernergebnis verbesserte sich auf 14,1 nach 10,2 Mio. Euro.

Die Anteilseigner können sich über eine auf 1,80 (1,65) Euro erhöhte Dividende freuen. Mit einer Eigenkapitalquote von 42,5 Prozent ist das Unternehmen weiterhin sehr solide aufgestellt, der Kassenbestand beträgt ausgesprochen komfortable 62,8 Prozent. Angesichts der guten Finanzlage erklärte Vorstandschef Radke in der heutigen Veranstaltung auch künftig einen hohen Teil des Ergebnisses an die Aktionäre ausschütten zu wollen.

Für 2015 geht das Management von einem leichten Umsatzwachstum um 2 bis 3 Prozent aus, das EBIT soll sich in etwa auf dem um Währungseffekte bereinigten 2014er-Level bewegen. Dies entspräche einer Größenordnung von rund 16,5 Mio. Euro. Mittelfristig strebt Leifheit im Zuge seiner "Strategie 2020" ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum zwischen 5 und 6 Prozent bei einer Ziel-EBIT-Marge von 8 Prozent an. Zum Vergleich - diese lag in 2014 bereinigt um Währungseffekte - bei 7,4 Prozent.

Zusätzliches Wachstum will Leifheit auch über mögliche Akquisitionen generieren. Auch wenn man sich in verschiedenen Gesprächen befindet ist es momentan noch nicht möglich weitere Einzelheiten zu nennen. Wachstumspotential verspricht sich Leifheit-Chef Radke auch durch eine breitere Abdeckung der Preiskategorien im Markt. Aktuell ist Leifheit vor allem im Premiumsegment aktiv, es ist aber geplant über einen Handelsmarkenansatz auch in den direkt darunter angesiedelten Bereich verstärkt einzusteigen.

Neben den erheblichen Wachstumschancen verfolgt Leifheit damit noch einen weiteren strategischen Ansatz, nämlich dem Handel komplette Sortimente anbieten zu können. Hierdurch will man vom immer weiter voranschreitenden Trend zur Reduktion der Zahl der Lieferanten profitieren und zugleich auch Mitbewerber auf Abstand halten. Risiken für die Positionierung von Leifheit als Marke im Premiumsegment sieht der Leifheit-Chef hierdurch nicht, wie er auf Nachfrage von ES erklärte.

Bijou Brigitte berichtet

Der Modeschmuck-Konzern Bijou Brigitte legte seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vor. Wie bereits vorab im Tradingstatement gemeldet schwächelten die Hamburger beim Ergebnis und mussten einen auf 335,1 (356,3) Mio. Euro gesunkenen Konzernumsatz hinnehmen. Auch beim Ergebnis war diese rückläufige Tendenz erkennbar. Das Ergebnis vor Steuern sank auf 40,7 (43,8) Mio. Euro, das Ergebnis nach Steuern beträgt 26,3 nach 28,1 Mio. Euro.

Nach langen Jahren des dynamischen Wachstums stand auch das Geschäftsjahr 2014 im Zeichen der fortgesetzten Optimierung und Konsolidierung des Filialnetzes. Per Ende 2014 umfasste dieses 1.070 nach noch 1.137 per Ende 2013. Den insgesamt 106 Filialschließungen standen 39 Neueröffnungen gegenüber. Neben der Konsolidierung wurde auch die Modernisierung des Filialnetzes fortgesetzt, insgesamt 45 Standorte wurden in 2014 auf das neue Ladenbaudesign umgestellt.

Aktionäre können sich indes über eine Dividende in Höhe von 3,00 Euro freuen, diese wird im Nachgang zur Hauptversammlung am 2. Juli 2015 fällig und beschert dem Investor eine sehr ansehnliche Rendite von deutlich über 5 Prozent. 

Täglicher Börsenbericht

Sorgenvolle Mienen

Griechenland und Nahost im Fokus

Vorsicht hat derzeit oberste Priorität an der Börse. Der militärische Eingriff Saudi-Arabiens in den Jemen-Konflikt schürt Sorgen über eine Verschärfung der Situation in Nahost. Die Eskalation führte am Ölmarkt zu kräftigen Preissteigerungen. Zudem liegt eine drohende Staatspleite von Griechenland wie ein Damoklesschwert über dem Aktienmarkt. Entsprechend nehmen die Anleger weiterhin Gewinne mit.

Der Kurs von Adidas konnte sich erholen. Der Sportartikelhersteller stellte zuvor seine Strategie bis 2020 vor.

United Internet kann die Anleger mit seinem aktuellen Zahlenwerk nicht auf seine Seite ziehen, obwohl Umsatz und Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr zulegten.

Bei SMA Solar verdunkelte sich die Stimmung ebenfalls. Zwar verspricht der Solarkonzern Besserung, unter dem Strich steht für 2014 jedoch ein Verlust von 179 Mio. €. Erwartet wurden lediglich 115 Mio. €.

Der Ergebnisrückgang von Jenoptik schickt die Aktie des Technologiekonzerns auf Talfahrt. Die Dividende soll allerdings stabil gehalten werden.

Dagegen kann Zeal Networks (früher Tipp24) die Marktteilnehmer mit einem Dividendenversprechen überzeugen.

Auch Dt. Wohnen befindet sich im Aufwind. Der Immobilienkonzern übertraf mit seinen Jahreszahlen die Erwartungen.

Die Aktien der Londoner Börse standen unter Verkaufsdruck. Der bislang größte Einzelaktionär die Börse Dubai verkaufte die Beteiligung von 17,4 %.

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Redaktionelles

Dt. Bank fällt durch Stresstest

Wie befürchtet ist die Dt. Bank in der zweiten Runde des US-Stresstests durchgefallen. Das größte deutsche Geldinstitut, das mit einer amerikanischen Tochter erstmals teilnahm, scheiterte an der Prüfung zum Risikomanagement und Berichtswesen. Dieses Ergebnis dürfte für die Dt. Bank zwar keine harten Konsequenzen haben, allerdings wird der Spielraum für eine Dividendenabführung an die europäische Muttergesellschaft und für Aktienrückkäufe eingeschränkt. Zudem dürfte die Dt. Bank ihren Nimbus als größtes und erfolgreichstes deutsches Kreditinstitut nun endgültig verloren haben. Manipulationen, Tricksereien und Falschaussagen haben die   Bank ohnehin in Verruf gebracht. Nun wird ihr auch noch schlampige Arbeit im operativen Geschäft testiert. Zwar kann das Institut seine Geschäfte weiter betreiben, aber für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die Dt. Bank schon lange kein geeignetes Aushängeschild mehr.

Effecten-Spiegel zahlt 10. Jahr in Folge Dividende

Die Effecten-Spiegel AG schließt das anspruchsvolle und schwankungsbreite Börsenjahr 2014 erneut mit einem positiven Ergebnis ab. Der Jahresüberschuss beträgt 2,402 Mio. €, der Bilanzgewinn kommt auf 2,870 Mio. €. Zum Erstellungsstichtag der Bilanz ergaben sich aus stillen Lasten und Reserven bei den Finanzanlagen kumuliert stille Reserven in Höhe von 7,043 Mio. €. Die Gewinnrücklage beträgt unverändert 7,608 Mio. €. Das Eigenkapital kommt per Saldo auf 70,952 Mio. €. Damit stellt sich die Eigenkapitalquote auf 96,2 %. 

 

Die Effecten-Spiegel AG konnte mit ihrer erfolgreichen Geschäftspolitik allen finanzpolitischen Krisen der letzten Jahre trotzen und wird zum 10. Mal in Folge eine Dividende an ihre Aktionäre ausschütten. Die Verwaltung schlägt der Hauptversammlung am 27. Mai daher die Zahlung einer Dividende auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,75 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Die traditionell hohe Dividendenrendite kommt bei den Stämmen auf 4,42 % und bei den Vorzügen auf 4,60 %.

infas Holding mit 0,10 € Dividende

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der infas Holding AG haben die Aktionäre eine Dividendenausschüttung von 0,06 € zuzüglich eines Bonus von 0,04 € für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen. 

Nachdem die Hauptversammlung im vergangenen August ohne Beschlussfassungen vertagt worden war, wählten die Aktionäre auf der aktuellen Versammlung einen neuen Aufsichtsrat. Gewählt wurden die bereits gerichtlich bestellten Aufsichtsräte Dr. Oliver Krauß und Hans-Joachim Riesenbeck. Da Dr. Hans Bethge seine Kandidatur zurückgezogen hatte, wurde Susanne Heinen als Prokuristin der Effecten-Spiegel AG, die größte Einzelaktionärin der infas Holding AG ist, in den Aufsichtsrat gewählt. Nach einer längeren, angeregten Diskussion wurden die Beschlussfassungen über die Entlastung der in 2013 amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Festlegung der Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder 2013 auf die ordentliche HV im Sommer 2015 erneut vertagt. Alle anderen Beschlussvorlagen winkte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit durch.

Vorstandschef Menno Smid rechnet bei der infas Institut GmbH für 2014 mit einem Umsatz von rd. 20 Mio. € oder leicht mehr. Das Ebt wird über 2,3 Mio. € anvisiert. Bei action press liegt die Umsatzprognose bei rd. 4,6 Mio. €. Außerdem wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

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