30 Euro je DMG-Aktie

Die japanische DMG MORI SEIKI CO., LTD, als Muttergesellschaft der DMG MORI GmbH hat heute die Aufstockung des bisherigen Angebotspreises bekannt gegeben. Ursprünglich hatten die Japaner je DMG Mori Seiki Aktie (frühere Gildemeister AG) den Betrag von 27,50 Euro geboten.

Nachdem zwischenzeitlich auch der bekannte Hegdefonds-Investor Paul E. Singer eingestiegen ist, und zuletzt das Überschreiten der 5 Prozent-Schwelle bekannt gegeben hat, legen die Japaner nun beim Angebotspreis nach.

Gemäß der heutigen Meldung wurden von der DMG MORI GmbH weitere Aktien außerbörslich zu 30,00 Euro hinzuerworben. Nach diesen Erwerben beläuft sich der Anteil der Japaner auf 38,52 Prozent. Damit ist auch eine Zielsetzung des Übernahmeangebots - eine faktische Mehrheit basierend auf der Teilnahmequote in der Hauptversammlung 2014 zu erlangen - erreicht.

Aktionäre können noch bis 11.03.2015 das jetzt erhöhte Angebot von 30,00 Euro annehmen, die Bieterin hat angekündigt, keine weitere Anhebung des Gebotspreises vorzunehmen und auch nicht auf die Mindestannahmequote von 50 Prozent plus 1 Aktie zu verzichten.

Dividende bleibt konstant

Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik AG stellte heute auf der Bilanzpressekonferenz die Zahlen für das Jahr 2014 vor. Wie Vorstandschef Dr. Klaus Engel vor der Presse berichtete, konnte das Jahr 2014 trotz eines schwierigen Marktumfeldes erfolgreich abgeschlossen werden. Im Berichtszeitraum profitierten die Essener von einer schrittweisen Erholung der Preise von Kernprodukten. Dank gestiegener Absatzmengen konnten die Umsatzerlöse um 2 Prozent auf 12,9 (12,7) Mrd. Euro zulegen. Hierbei haben die höheren Mengen ein Plus von 3 Prozent beschert, wohingegen die insbesondere noch im ersten Halbjahr schwachen Verkaufspreise zu einem Rückgang von 1 Prozent geführt haben.

Beim Ergebnis erreicht das bereinigte EBITDA einen Wert von 1,9 nach 2,0 Mrd. Euro in 2013. Die bereinigte EBITDA-Marge von 14,6 (15,7) Prozent liegt ebenfalls im Rahmen des in Aussicht gestellten Zielkorridors. Grund für den Rückgang im Jahresvergleich waren vor allem die schwachen Preise im ersten Halbjahr. Ein optisch scharfer Einbruch ergibt sich beim Konzernergebnis, das bei 568 nach 2,05 Mrd. Euro liegt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass im Vorjahr ein sehr hoher Einmalertrag aus dem Verkauf des Immobiliengeschäfts enthalten war. Bereinigt um Sondereffekte beträgt das Konzernergebnis 740 nach 806 Mio. Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,59 nach 1,73 Euro.

Die Aktionäre sollen in Form einer konstanten Dividende von 1,00 Euro am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Zahlbar ist diese im Anschluss an die Hauptversammlung am 19. Mai 2015. Mit einer Dividendenrendite von 3,3 Prozent bewegt sich Evonik nach Einschätzung von Finanzchefin Ute Wolf in der Spitzengruppe der Spezialchemieunternehmen. Die mit 63 Prozent über dem angestrebten Zielwert von 40 Prozent liegende Ausschüttungsquote resultiert aus der angestrebten Dividendenkontinuität, die ebenfalls ein erklärtes Ziel von Evoniks Dividendenstrategie darstellt.

Nach zwei Jahren mit Rückläufigen Ergebnissen will Evonik in 2015 wieder auf Wachstum umschalten. Trotz der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten zeigte sich Konzernchef Dr. Engel zuversichtlich, dieses Ziel auch zu erreichen. Im laufenden Jahr erwartet er jeweils leicht über 2014 liegende Werte bei Umsatz und EBITDA. Effekte aus möglichen Akquisitionen sind in der genannten Prognose nicht enthalten.

Zusätzlich könnten sich auch noch Effekte aus den weiteren Wechselkursentwicklungen im Jahresverlauf ergeben. Bleibt die Relation Euro/US-Dollar auf dem Niveau zu Beginn des Jahres 2015 ist nach seiner Angabe zusätzliches Potential bei Umsatz und Ergebnis gegeben. Der Ergebnishebel bewegt sich je nach Produktgruppe zwischen 3 und 5 Mio. Euro auf Ebene des EBITDA-Ergebnisses bei einer Wechselkursveränderung um 1 Cent. 

Änderungen in der Aktionärsstruktur hat es beim MDAX-Konzern indes nicht gegeben. Größter Einzelaktionär mit unverändert 67,9 Prozent ist die RAG-Stiftung. Weitere 17,9 Prozent liegen bei von CVC Capital Partners beratenen Fonds. Vom Streubesitz in Höhe von 14,2 Prozent befindet sich der weit überwiegende Teil von 92 Prozent im Besitz von institutionellen Investoren. Auf Nachfrage vom Effecten-Spiegel stellte Dr. Engel fest, dass derzeit "alle großen Anteilseigner die Evonik lieben" und daher keine Stücke in den Markt kommen. Hinsichtlich des Kriteriums der Marktkapitalisierung erfüllt man bereits heute die Voraussetzungen für den DAX, allerdings ist der Streubesitz noch gering. Wann es hier zu Veränderungen kommt kann von Unternehmensseite aber nicht eingeschätzt werden.

Heideldruck kauft ein

Mit einer Übernahme versucht Heidelberger Druckmaschinen wieder in die Offensive zu kommen. Der Druckmaschinenhersteller hat heute die Übernahme der europäischen Printing Systems Group (PSG) mit Hauptsitz in den Niederlanden bekannt gegeben. Übernommen werden die PSG-Anteile vom bisherigen Eigentümer der CoBe Capital. Aussagen zum Kaufpreis wurden nicht getroffen.

Durch den Zukauf baut das SDAX-Unternehmen sein Geschäft mit Service- und Verbrauchsmaterialien deutlich aus. Die übernommene PSG-Gruppe ist nach Unternehmensangaben mit gut 400 Mitarbeitern in Benelux und Südeuropa in der Druckindustrie präsent und verfügt in den bearbeiteten Märkten über eine starke Marktstellung. Bereits seit mehreren Jahrzehnten besteht überdies eine Partnerschaft mit Heidelberger Druck. Der Anteil am Geschäft mit Service- und Verbrauchsmaterialien liegt bei PSG bereits heute bei über 50 Prozent und verfügt damit bereits über die Zielkriterien für die Umsatzverteilung des Heideldruck-Konzerns. Der überwiegende Teil des Equipmentgeschäfts von PSG wird durch den Vertrieb von Heidelberg-Produkten erwirtschaftet.

Die noch unter dem Vorbehalt verschiedener behördlicher Zustimmung stehende Akquisition setzt die Strategie des Unternehmens fort, den Anteil des Geschäfts mit Service- und Verbrauchsmaterialien auf über 50 Prozent zu steigern. Aktuell beträgt dieser auf Konzernebene etwa 40 Prozent. Durch die Konsolidierung der PSG-Gruppe wird ein Mehrumsatz von gut 130 Mio. Euro insbesondere auf diesem Gebiet erwartet. Angaben zum möglichen Ergebnisbeitrag des Zukaufs wurden hingegen nicht gemacht.

Täglicher Börsenbericht

DAX weiter auf Rekordkurs

Der deutsche Leitindex klettert auf 11.465 Punkte

Kursrekorde an der Wallstreet bringen den deutschen Leitindex weiter nach oben. Auch die Wachstumsaussichten für die Euro-Zone haben sich lt. Marktanalysten verbessert. Positive Konjunkturnachrichten aus Deutschland geben ebenfalls Schwung.

Heidelberger Druck bringt sich mit dem Zukauf der PSG-Gruppe ins Gespräch.

RWE will Medienbereichten zufolge die Dividende stabil bei 1,00 € halten.

Bei Merck greifen die Anleger nach Vorlage der vorl. Geschäftszahlen zu. Die Aktie erklimmt ein neues Allzeithoch. Umsatz und Ebitda haben sich im Q4 verbessert. Die Dividende soll auf 1,00 € angehoben werden.

Braas Monier notiert Bekanntgabe der vorl. Bilanz fester. Das Unternehmen hat den Sprung in die Gewinnzone geschafft. 

Beim Spezialchemiekonzern Evonik hat sich der Umsatz in 2014 auf 12,9 Mrd. € verbessert.Das ist von den Anlegern allerdings noch nicht honoriert worden.

Manz heimst weitere Großaufträge im Bereich Display ein. Das Umsatzziel für 2015 von 320 und 340 Mio. € wird bekräftigt. Das Ebit soll deutlich positiv ausfallen. Das Papier steht auf der Kaufliste. 

Die britische Großbank Barclays musste für 2014 ein Minus von 174 Mio. Pfund ausweisen. Das kam am Markt nicht gut an.

Abschreibungen schicken Glencore auf Talfahrt.

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infas Holding mit 0,10 € Dividende

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der infas Holding AG haben die Aktionäre eine Dividendenausschüttung von 0,06 € zuzüglich eines Bonus von 0,04 € für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen. 

Nachdem die Hauptversammlung im vergangenen August ohne Beschlussfassungen vertagt worden war, wählten die Aktionäre auf der aktuellen Versammlung einen neuen Aufsichtsrat. Gewählt wurden die bereits gerichtlich bestellten Aufsichtsräte Dr. Oliver Krauß und Hans-Joachim Riesenbeck. Da Dr. Hans Bethge seine Kandidatur zurückgezogen hatte, wurde Susanne Heinen als Prokuristin der Effecten-Spiegel AG, die größte Einzelaktionärin der infas Holding AG ist, in den Aufsichtsrat gewählt. Nach einer längeren, angeregten Diskussion wurden die Beschlussfassungen über die Entlastung der in 2013 amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Festlegung der Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder 2013 auf die ordentliche HV im Sommer 2015 erneut vertagt. Alle anderen Beschlussvorlagen winkte die Hauptversammlung mit großer Mehrheit durch.

Vorstandschef Menno Smid rechnet bei der infas Institut GmbH für 2014 mit einem Umsatz von rd. 20 Mio. € oder leicht mehr. Das Ebt wird über 2,3 Mio. € anvisiert. Bei action press liegt die Umsatzprognose bei rd. 4,6 Mio. €. Außerdem wird mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

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